Wirtschaftsstandort OÖ gefährdet

Viele Jahre verstrichen bereits durch politische Spielchen, doch nun setzt die grüne Verkehrsministerin Leonore Gewessler durch ihren Baustopp für sämtliche ASFINAG-Neubauprojekte der Ignoranz die Krone auf – Oberösterreich schlägt nun Alarm.

Eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist die Lebensader des Wirtschaftsstandortes Linz-Land. Um die Arbeitsplätze und den Wohlstand auf Dauer zu gewährleisten, müssen Personen und Güter rasch und sicher an ihr Ziel kommen. Dazu braucht es eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur in der Region.

„Mobilität ist seit jeher die Basis für Wohlstand“, so das Statement von Mag. Wolfgang Schneckenreiter, WKOÖ Spartenobmann Transport & Verkehr.

Blickt man in der Geschichte zurück, so waren es immer Verkehrswege, die überhaupt erst einen Kontakt zwischen Menschen verschiedener Regionen ermöglicht haben. Erst durch sie entstand Handel. Der Wert der Produkte und die Lebensqualität steigerten sich dadurch.

Wir möchten, dass die Waren wieder fließen können und der Transport funktioniert. Mobilität der Waren ist Grundvoraussetzung für Lebensqualität in unserer Region.

Heute haben wir in Europa und auch in Österreich grundsätzlich ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz aller Verkehrsträger. „Was fehlt, sind primär Baumaßnahmen aus Verkehrssicherheits- und Anrainerschutzgründen sowie zur Kapazitätssteigerung, wir brauchen also vor allem Qualitätsverbesserungen. In manchen Bereichen sind die Kapazitätsgrenzen von Straßen erschöpft und führen dadurch zu immer länger werdenden Stau-Zeiträumen“, so Mag. Wolfgang Schneckenreither.

Täglich am Morgen und bereits ab 16.00 Uhr ist auf der Umfahrung Haid und beim Autobahnanschluss Stau. Das ist unerträglich. Lebenszeit und Familienzeit werden seit Jahrzenten vergeudet. Mitarbeiter und Firmen verlieren viel Arbeitszeit. Wer zahlt das? Entweder der Kunde oder der Betrieb. Viele Jahre sind bereits durch politische Spielchen verloren und nun dieser Baustopp durch Verkehrsministerin Gewessler. Dasselbe gilt für die B1 zwischen Hörsching und Marchtrenk. Es ist genug!

Oberösterreichs Wirtschaft fordert den Baubeginn für folgende Projekte, da die wirtschaftliche Entwicklung der Region Linz-Land bereits ins Stocken gerät:

  • Bau der Umfahrung Haid und Autobahnanschluss
  • Autobahnanschluss zur Anbindung der Umfahrung Ebelsberg inkl. zweiröhriger Ausbau des Mona-Lisa-Tunnels
  • Ostumfahrung von Linz als Verbindung der A 7 Mühlkreis Autobahn/S 10 Mühlviertler Schnellstraße und der A 1 West Autobahn
  • Anbindung der B1 Wiener Straße auf Höhe Spedition Schachinger an die A25 Welser Autobahn
  • B123 Mauthausen – rasche Errichtung einer neuen Donaubrücke rund 300 Meter unterhalb des jetzigen Standortes. Zusätzlicher Abriss und Neubau der Donaubrücke am jetzigen Standort, damit insgesamt 4 Fahrspruren zu Verfügung stehen.